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  • Gemeiner Bundesausschuss (G-BA)

    Seit dem 1. Januar 2004 wird durch den gemeinsamen Bundesausschuss geregelt, auf welche
    Leistungen gesetzliche Versicherte Anspruch haben. Dieser Bundesausschuss wird als „Gemeinsam“
    bezeichnet, da er eine Einrichtung von mehreren Organisationen ist. Der Spitzenverband
    Bund der Krankenkassen und die Deutsche Krankenhausgesellschaft, die Kassenärztliche
    Bundesvereinigung sowie die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung werden als Träger
    angesehen. „Bundesausschuss“ war bereits die Bezeichnung einiger seiner Vorgängergremien.
    Unter anderem existierte ein Bundesausschuss der Ärzte und Krankenkasse, der festgelegt hat,
    welche ambulanten Leistungen gesetzlich Versicherten zustanden. Das Gremium ist auch in der
    Lage Arznei-, Heil- und Hilfsmittel von der Verordnungsfähigkeit auszuschließen. Mit Einführung
    des Wettbewerbsstärkungsgesetz ist auch das G-BA zum 1. Juli 2008 reformiert wurden. Zu den
    Neuerungen zählen unter anderem, dass alle Sitzungen öffentlich sind und es einen hauptamtlichen
    Vorstand geben wird.

  • Gemeinschaftspraxis (Gemeinschaftspraxen)

    Wirtschaftliche, organisatorische und räumliche Zusammenschlüsse zweier oder mehrerer Ärzte
    zur Ausübung der vertragsärztlichen Versorgung werden als Gemeinschaftspraxis bezeichnet
    und müssen vom Zulassungsausschuss genehmigt werden. Dabei besteht die Möglichkeit einer
    fachübergreifenden Zusammenarbeit, sofern sich die Fachärzte auf ihr jeweiliges Gebiet beschränken
    und die freie Arztwahl der Versicherten nicht eingeschränkt wird. Bei der Abrechnung werden
    Gemeinschaftspraxen von der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) als wirtschaftliche Einheit
    behandelt.

  • Gesetzliche Krankenversicherung (GKV)

    Ungefähr 90 Prozent der Bevölkerung sind in einer der über 156 gesetzlichen Kassen (Stand: 2011)
    gegen Krankheitsrisiken abgesichert. Im Sozialgesetzbuch sind die Leistungsansprüche für die
    Versicherten geregelt. Dabei richten sich die Beiträge nach dem beitragspflichtigen Arbeitsentgelt
    des Mitglieds. Der Arbeitgeber führt einen bestimmten Prozentsatz des Gehalts an die Krankenkasse
    ab, einen eben so hohen Betrag zahlt der Arbeitgeber selbst direkt. Seit dem 1. Juli 2005 wird von
    den Mitgliedern der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) ein zusätzlicher Beitragssatz in Höhe
    von 0,9 Prozent der beitragspflichtigen Bruttoeinnahmen erhoben. Gleichzeitig fand eine Senkung für
    die allgemeinen Beitragssätze um 0,9 Prozent statt. Da der allgemeine Beitragssatz auch weiterhin
    hälftig getragen wird, werden die Mitglieder seit der Einführung dieser Regelung also mit zusätzlichen
    0,45 Prozentpunkten belastet. In der GKV existiert die Möglichkeit die Familienmitglieder kostenlos
    mitzuversichern.

  • GKV-Modernisierungsgesetz (GMG)

    Zum 1. Januar 2004 trat das Gesetz zur Modernisierung der gesetzlichen Krankenversicherung in
    Kraft. Dieses Gesetz brachte einige Neuerungen mit sich: Einführung der Praxisgebühr, Streichung
    des Sterbe- und Entbindungsgeldes bzw. Erhöhung der Zuzahlungen für Medikamente. Das
    heißt, dass Patienten nun zehn Prozent des Preises, jedoch nicht mehr als zehn Euro bezahlen
    müssen. Des Weiteren müssen die Patienten die Arzneimittelkosten von bis zu fünf Euro je
    Verordnung komplett selbst übernehmen. Die Krankenkassen zahlen (außer bei unter 18-jährigen
    und stark Sehbehinderten) nichts mehr für eine neue Brille dazu. Bei Krankenhausaufenthalten
    müssen gesetzlich Versicherte zehn Euro pro Tag zuzahlen. Künstliche Befruchtung wird nur
    noch eingeschränkt bezahlt. Apothekenpflichtige Arzneimittel können seit dem 1. Januar 2004
    über den Versandhandel gekauft werden. Weitere Bestimmungen sind: die Gründung des
    Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA; vorher einzelne Bundesausschüsse), die Gründung
    des Institutes für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), die Einführung
    von Qualitätsmanagement in den Arztpraxen, die Professionalisierung der Vorstände der
    Kassenärztlichen Vereinigungen und der KBV (Haupt- statt Ehrenamt) sowie die Zusammenlegung
    von Kassenärztlichen Vereinigungen (aus 23 wurden 17).

  • Gläubiger-Identifikationsnummer (CI - Creditor Identifier)

    Diese eindeutige Nummer dient bei den beiden neuen SEPA-Lastschriftverfahren dazu, den Gläubiger (Lastschrifteinreicher) genau identifizieren zu können. Um als Lastschrifteinreicher (Inkasso-Einreicher) an einem der beiden SEPA-Lastschriftverfahren teilnehmen zu können, wird diese Kennnummer benötigt. Sie ist in Deutschland zum Beispiel 18 Stellen lang (Beispiel: DE02 ZZZ0 1234 5678 90) und wird von der Deutschen Bundesbank vergeben (www.glaeubiger-id.bundesbank.de).

  • Hausarztmodell (Hausarztvertrag)

    Durch das am 1. Januar 2004 in Kraft getretene GKV-Modernisierungsgesetz (GMG) müssen die
    Krankenkassen ihren Versicherten eine besondere hausärztliche beziehungsweise hausarztzentrierte
    Versorgung anbieten. Dabei geht der Gesetzgeber von einem Einschreibungsmodell aus. Derartige
    Programme, die die Krankenkassen auf der Grundlage dieser gesetzlichen Regelung entwickelt
    haben, werden als Hausarztmodelle bezeichnet, deren vertragliche Grundlage die Hausarztverträge
    sind. Dabei müssen sich die Versicherten für mindestens ein Jahr einschreiben und dürfen in dieser
    Zeit den Hausarzt nicht wechseln. Der Grundgedanke dieser Programme liegt darin, dass ein Patient
    im Falle eines Gesundheitsproblems nicht gleich einen Spezialisten aufsucht, sondern zunächst zu seinem Hausarzt geht. Der Hausarzt soll den Überblick über das Versorgungsgeschehen seiner
    Patienten behalten. So können Wechselwirkungen von Arzneimitteln schnell erkannt und mithilfe
    einer geänderten Verordnung ausgeschlossen werden. Des Weiteren sollen dadurch unnötige
    Doppeluntersuchungen vermieden werden. Der Versicherte kann für sein diszipliniertes Verhalten mit
    Prämien oder Zuzahlungsermäßigungen durch seine Kasse belohnt werden.

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CMM_Glossary 1.2.2.6
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