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  • Diagnosis Relates Groups (DRG)

    Übersetzt bedeutet es „diagnosebezogene Fallgruppen“ und ist die Grundlage für ein
    leistungsorientiertes Vergütungssystem im Krankenhaus. Die Behandlungsfälle werden nach
    definierten Kriterien (Diagnosen) zu Fallgruppen zusammengefasst. Die Preise für die Leistungen
    hängen von den Diagnosen ab und nicht wie in der Vergangenheit von der Liegezeit der Patienten.
    Das Gesetz zur Erfüllung des diagnose-orientierten Fallpauschalensystems, welches 2002 in Kraft
    getreten ist, soll dazu führen, dass durch gleiche Preise für gleiche Leistungen der Wettbewerb
    zwischen Kliniken angeregt und die Behandlungs- und Kostenstruktur transparenter wird. Seit dem 1.
    Januar 2004 existiert für Krankenhäuser die Pflicht zur Einhaltung der DRG und seit 2007 zahlen die
    Krankenkassen landesweit gleiche pauschale Preise für gleiche Leistungen.

  • Disease Management

    Dieser Begriff bezeichnet die Behandlung von Patienten anhand standardisierter Vorgaben, welche
    sich an einzelnen Krankheitsbildern richten. Wird beispielsweise festgestellt, dass ein Patient an
    Diabetes leidet, ergeben sich aus der Diagnose vorgegebene Behandlungsschritte. Dabei spielen
    die individuellen Probleme des Patienten eine untergeordnete Rolle. Durch die Änderung der
    Ausgleichszahlungen unter den Krankenkassen ist dieses Konzept stark in die Kritik geraten. Um
    die chronisch Kranken zu attraktiven Versicherten zu machen, hat der Bundestag beschlossen,
    dass die Krankenkassen in Zusammenarbeit mit den Kassenärzten für sieben Volkskrankheiten
    Disease-Management-Programme entwickeln sollen: Diabetes, Erkrankungen der Herzgefäße,
    Herzinsuffizienz, Asthma, Schlaganfall, Bluthochdruck und Brustkrebs. Die Mehrzahl dieser
    Programme wurden mittlerweile realisiert. Schreibt sich ein Patient in ein solches Programm ein, erhält
    die entsprechende Krankenkasse mehr Geld aus dem Ausgleichstopf. Ab dem Jahr 2009 erhalten
    Krankenkassen lediglich noch eine Verwaltungspauschale für DMP aus dem Gesundheitsfonds.
    Weitere Ausgleichszahlungen unter den Krankenkassen finden nicht mehr statt.

  • Einheitlicher Bewertungsmaßstab (EBM)

    Durch den Einheitlichen Bewertungsmaßstab, der in Fachkreisen mit EBM abgekürzt wird, wird ein
    Verzeichnis bezeichnet, wonach ambulante Leistungen in der gesetzlichen Krankenversicherung
    abgerechnet werden. Die Leistungen werden durch den Spitzenverband Bund der Krankenkassen
    und die Kassenärztliche Bundesvereinigung definiert. Sie legen auch eine Abrechnungsziffer fest.
    Des Weiterem werden Punktzahlen bestimmt, welche die Relationen der Leistungen untereinander
    festlegen. Für eine Leistung, die mit hundert Punkten bewertet ist, erhält der Mediziner doppelt so viel
    Geld wie für eine, die mit 50 Punkten bewertet ist. Am 1. Januar 2009 trat die aktuellste Fassung des
    EBM in Kraft.

  • Einzelvertrag (Selektivvertrag)

    Der Einzelvertrag wird auch Selektivvertrag genannt und bezeichnet im Gesundheitswesen
    beispielsweise den Vertrag einer Krankenkasse mit einem einzelnen Arzt. Als Nachteil dieser Verträge
    wird gesehen, dass das Versorgungsgeschehen uneinheitlich und unübersichtlich wird. Jedoch liegt
    der Vorteil für die Kassen AOK, Barmer & Co. darin, dass sie sich die ihnen besonders genehmen
    Mediziner aussuchen können.

  • Facharzt

    Facharzt ist die Bezeichnung für einen Mediziner, der nach seinem regulärem Studium eine
    mehrjährige Weiterbildung durchlaufen hat und am Ende eine Prüfung in dem entsprechenden
    Fachgebiet absolvierte. Bis Oktober 2004 wurde die Facharztausbildung in eine 18-monatige AiP-Zeit
    (AiP bedeutet Arzt auf Praktikum) und in eine Zeit als Assistenzarzt gegliedert. Seit der Abschaffung
    des AiP kann man nach dem Studium eine Stelle als Assistenzarzt sofort antreten. Nach mehrjähriger
    beruflicher Tätigkeit und einer erfolgreich bestandenen Abschlussprüfung kann der Arzt sich als
    Facharzt niederlassen.

  • Fallpauschalen

    Durch die Fallpauschalen soll sichergestellt werden, dass alle Krankenhäuser pro Behandlungsfall
    bezahlt werden. Diesbezüglich gibt es einen Katalog mit 824 Ziffern (sogenannten Gruppen) und
    24 Zusatzentgelten. Die Klinikärzte sind dazu verpflichtet, jeden Patienten einer dieser Gruppen
    zuzuordnen. Es ist nun nicht mehr der Fall, dass bei der Höhe der Bezahlung entscheidend ist, wie
    viele Tage der Patient im Krankenhaus verbracht hatte und mit welchen Mitteln er behandelt wurde.
    Künftig ist die Vergütung innerhalb eines Bundeslandes bei gleichen Behandlungsfällen gleich hoch.
    Durch diese Fallpauschalen soll der Wettbewerb im Gesundheitswesen gestärkt werden.

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CMM_Glossary 1.2.2.6
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